Erst denken, dann klicken: Tipps für den Umgang mit Falschinformationen

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Misstrauen Sie reißerischen Meldungen. Prüfen Sie den Inhalt mit Hilfe verlässlicher Quellen.
  • Teilen Sie kritische Inhalte nicht. Mögliche Falschmeldungen können Sie melden – bei uns oder bei der Plattform, auf der sie verbreitet wurden.
  • Bleiben Sie skeptisch, wenn das Coronavirus stark verharmlost wird oder wenn Empfehlungen gegeben werden, die denen der Gesundheitsbehörden widersprechen.
FACT oder FAKE
On

Woher kommt die Information? (Wer meldet was wann)

  • Nutzen Sie die Schlüsselwörter der Information in Suchmaschinen, um die Information mit anderen Quellen im Internet abzugleichen.
  • Wird die Nachricht über etablierte seriöse Medien verbreitet?
  • Wird die Information in den Texten der anderen Anbieter anders dargestellt?
  • Ist die Nachricht aktuell oder ist die Information schon veraltet?

Passt der Inhalt der Information zur Aufmachung (Wie wird etwas gemeldet)

  • Stimmen Inhalt und Überschrift überein?
  • Handelt es sich um eine Meinung oder um abgesicherte Fakten?
  • Ist die Wortwahl  ein Hinweis auf Falschinformationen?

Anzeichen für problematische Informationen können  zum Beispiel folgende Formulierungen  sein:
 

Relativierendes Vokabular

 

sogenannt, vermeintlich, vermutlich, angeblich

Bestärkende Formulierungen

 

sicher, eindeutig, klar, mit Sicherheit, faktisch

Pauschale Ablehungen

 

keine Epidemie, keine Pandemie

Abwertende Ausdrücke oder Wortschöpfungen

 

Lügenpresse, Staatsterrorismus, Volksverdummung, Volkshetze, Seuchenerfinder, Killervirus, Monstervirus, Geisterstädte, Seuchenfaust, Spahn-Gruß

Phrasen

 

Es stinkt zum Himmel, wird unter den Teppich gekehrt, Die Hände im Spiel

Metaphern

 

Marionetten, Hinters Licht führen, Wir hier unten, die da oben

 

So erkennen Sie Bilder als Falschinformation

  • Vergleichen Sie das Bild mit anderen Bildern der gleichen Information.
  • Nutzen Sie die Bilder-Rückwärtssuche der Suchmaschinen, denn Bilder können bearbeitet, verändert sein oder etwas anderes zeigen als es scheint. Geben Sie das Bild oder den zugehörigen Link (URL) in eine Suchmaschine wie Google, Bing oder Tineye ein, um zu sehen, woher es stammt.

Was sind seröse Quellen?

Informieren Sie sich bei Behörden, staatlichen Webseiten oder werbefreien Institutionen mit Transparenzkriterien

 

Achten Sie auf verifizierte Quellen

Online-Plattformen wie Facebook oder Twitter kennzeichnen verifizierte Quellen mit einem blauen Häkchen.

Achten Sie auf verifizierte Quellen in sozialen Medien
Das blaue Verifizierungszeichen bei Accounts von öffentlichem Interesse auf Twitter zeigt Nutzern, dass die Plattform den Anbieter mit Hilfe offizieller Dokumente überprüft hat und der Account authentisch ist.

 

Fakten-Checks von seriösen Anbietern nutzen

  • Es gibt Podcasts zur wahrheit hinter Verschwörungstheorien, etwa von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) oder vom WDR („Quarks Science Cops“)

Helfen Sie mit: Melden Sie unseriöse oder gefährliche Gesundheitsangebote direkt bei uns. Das können Produkte aus Apotheken oder Drogerien sein, aggressive Verkaufsstrategien für Selbstzahlerleistungen beim Arzt oder Heilungsversprechen ohne Nebenwirkungen im Internet. Hinweise nehmen wir hier entgegen.

Linktipp:
#Pledgetopause: Initiative der Vereinten Nationen „Gemeinsam gegen Falschinformationen“: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/pledgetopause-1808560

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz BMJV