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In Sprechblasen stehen die Worte "What's New?"
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Vorsicht vor Antibabypille aus dem Netz

2.6.2021

Pillen-Packung mit Tagesbezeichnungen

Ein Anbieter aus Irland wirbt in Deutschland u.a. über Influencer:innen für Folgerezepte für die Antibabypille ohne Arztbesuch. Einfach per Fragebogen. Das verstößt gegen das Heilmittelwerbegesetz und gegen das ärztliche Berufsrecht. Die Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht bei medizinischen Mitteln aus dem Internet. Die Pille ist nicht ohne Grund ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Teilweise hat sie deutliche Nebenwirkungen. Auch auf Influencer:innen sollte man nicht bedenkenlos setzen. Sie sind (meist) keine Ärzt:innen, dafür aber oft von den Firmen bezahlt.

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Globuli: Werbung durch die Hintertür

10.5.2021

Schild Illegal Legal

Homöopathische Arzneimittel, die nach dem Arzneimittelgesetz registriert oder von der Registrierung freigestellt sind, dürfen nicht mit Anwendungsgebieten beworben werden. Das Verbot (§ 5 HWG) wird auf Ratgeberseiten oder mit Kundenbewertungen aber gerne umgangen. Etwa indem unter dem Anschein eines vermeintlich neutralen redaktionellen Inhalts über die Anwendungsgebiete homöopathischer Präparate „informiert“ wird. Eine Werbung durch die Hintertür.

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Gefährliche Krebswerbung abgemahnt

22.4.2021

Auf einer Tafel steht "Cancer Treatment".

Ein deutscher Webdesigner, der von Asien aus Gesundheitswebseiten betreibt, hat nach unserer Abmahnung eine Webseite offline genommen, auf der er Werbung machte für ein Antioxidationsmittel („alternativer ungiftiger Weg, um Krebs zu besiegen“). Gesundheitsbezogene Werbeversprechen sind nur dann zulässig, wenn sie gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis entsprechen. So konnten wir über die Werbeverbote des Heilmittelwerbegesetzes verhindern, dass kranke Menschen durch eine unangemessene Werbung zu Fehlentscheidungen beim Heilmittelgebrauch verleitet werden.

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Kein Vitamin C gegen Corona

15.3.2021

Gläser mit Vitamin-C-Tabletten

Es gibt viel Werbung für eine angeblich gesundheitsfördernde Wirkung von Vitamin C. Doch leider hilft es nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen weder gegen Erkältungsviren noch gegen Corona-Viren. Die Studienlage zeigt, dass Vitamin-C-Präparate Erkältungen nicht lindern und auch nicht nennenswert zur Vorbeugung beitragen. Und die bisherigen Studien zur Vitamin-C-Behandlung bei Covid-19 lieferten keine Hinweise dafür, dass Vitamin C hier wirksam wäre. Hochdosiertes Vitamin C reduzierte nicht die Todesfälle unter den Erkrankten. Ob Vitamin C gegen Covid-19 vorbeugend wirkt, wurde bislang gar nicht untersucht.

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Tütensuppe mit Immuneffekt?

22.3.2021

Eine Suppe mit Plastikteilen darin, unter anderem einer Sprühflasche.

Tütensuppen mit Immuneffekt sind ebenso wie Zuckerdrops mit Vitaminen keine erste Wahl für eine gesunde Ernährung. Lassen Sie sich von Versprechen wie "Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei", "Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei" oder "Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei" nicht blenden. Solche Aussagen sind laut der europäischen Health-Claims-Verordnung zwar erlaubt, aber eine gesunde Ernährung funktioniert am besten mit richtigem Obst und Gemüse.


Corona-Tests als unzulässige Privatleistung

17.3.2021

Jemand hält einen Corona-Schnelltest in der Hand.

Wenn vor einer Aufnahme in ein Krankenhaus oder eine Reha-Einrichtung ein PCR-Test verlangt wird, muss dieser nicht selbst bezahlt werden. Mehrfach berichten Verbraucher, wie sie vergeblich versuchen, in solchen Fällen den PCR-Test als Kassenleistung zu erhalten. Dabei haben Patient:innen laut der Coronavirus-Testverordnung vor einer solchen Aufnahme einen Anspruch auf einen PCR-Test als Kassenleistung (§ 7 Abs. 1 TestV). Das ist auch in der Nationalen Teststrategie des Robert Koch-Instituts so vorgesehen. Auf einen Antigen-Test dürfen nur Beschäftigte der Einrichtung, Besucher oder bereits aufgenommene Personen verwiesen werden (§ 4 Abs. 1 S. 2 TestV).


CBD-Öle: Nicht alles easy

5.3.2021

CBD-Öl in einer Pipette.

Cannabidiol (CBD) ist ein gefragtes Extrakt aus der Hanfpflanze. Im Internet gibt es zahlreiche CBD-Produkte. Das Oberverwaltungsgericht NRW bestätigte aber Anfang 2020 ein behördliches Verbot des Verkaufs von CBD-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln. Bevor diese Mittel nicht als "neuartiges Lebensmittel" zugelassen sind, sind sie nicht verkehrsfähig. Für CBD sind zudem zahlreiche unerwünschte Effekte bekannt. Schläfrigkeit und Benommenheit, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen und innere Unruhe sind nur einige mögliche Nebenwirkungen.

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Kein Chlordioxid gegen Coronaviren

28.2.2021

Chemische Darstellung eines Chlordioxid-Moleküls.

Auch wenn Ärzte und Studien zitiert werden, können Ratschläge gefährlich sein. Leider halten sich Berichte über das angebliche Wundermittel MMS bzw. Chlordioxid gegen Covid-19 hartnäckig. Chlordioxid ist ein Bleichmittel. Es kann schwere Komplikationen wie Dehydrierung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nierenversagen, Darmschädigungen oder Blutdruckabfall hervorrufen. Seit Jahren warnen deutsche und internationale Gesundheitsbehörden davor. Chlordioxid wirkt zwar gegen Viren, eine innere Anwendung ist aber gefährlich. Die chemische Verbindung, die als Bleichmittel und zur Desinfektion genutzt wird, wirkt auf Haut und Schleimhäute reizend bis ätzend, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

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Warnung vor Silberwasser gegen Corona

24.2.2021

Jemand hält Wasser in einem durchsichtigen Glas vor einer Wiese in der Hand.

Silberwasser war mal ein Desinfektionsmittel – vor gut 100 Jahren. Das mit Silberpartikeln angereicherte Wasser, auch kollodiales Silber genannt, wird als Mittel gegen Viren, Bakterien oder Pilze und auch gegen Covid-19 angepriesen. Davon ist abzuraten, denn Silberwasser ist kein Arzneimittel und kein Lebensmittel. Es ist weder zur Behandlung einer Corona-Erkrankung noch zur Vorbeugung geeignet. Aussagekräftige Studien zur Wirksamkeit von Silberwasser gegen das Coronavirus liegen nicht vor. Vielmehr können Nierenschäden oder Verfärbungen der Haut auftreten. Wegen der Risiken riefen einige Hersteller ihre Produkte zurück. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, auf "Silberwasser" zu verzichten.


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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz BMJV